Das Hauswasserwerk verfügt über zu wenig Druck

Es ist wichtig, dass das Hauswasserwerk einen gewissen Druck aufbauen kann, damit es seinen Zweck ordnungsgemäß erfüllen kann und das Wasser dorthin befördert, wo es benötigt wird. Dieser Druck kann direkt an der Pumpe selbst eingestellt werden und sollte ganz nach den örtlichen Begebenheiten zwischen 1,5 und 3 bar liegen. Denn so ist gewährleistet, dass das Wasser mit ausreichend Druck entweder durch den Gartenschlauch fließt oder aber in die Waschmaschine oder Toilettenspülung gepumpt wird. Sollte allerdings der Fall eintreten, dass kein Druck mehr aufgebaut wird, obwohl die dementsprechende Barzahl eingestellt ist, dann kann das verschiedene Ursachen haben. Ob diese selbst oder durch einen Fachmann behebbar sind, das hängt ganz allein von der Ursache ab.

1. Ursache: Das Pumpenrad
Wird kein Druck mehr aufgebaut, dann kann das eventuelle durch ein gelockertes oder ein falsch sitzendes Pumpenrad der Fall sein. Damit der Sitz von dem Pumpenrad kontrolliert werden kann, muss die Pumpe geöffnet werden. Dann sollte das Pumpenrad auf den ordnungsgemäßen Sitz überprüft werden (ordnungsgemäßer Sitz auf der Achse) und gegebenenfalls entweder nachgezogen oder aber festgedreht werden.

2. Ursache: Die Dichtungen
Sollte es der Fall sein, dass die Dichtungen defekt oder porös sind, dann kann das zur Folge haben, dass Wasser aus dem eigentlichen Kreislauf ausdringt und sich somit der Druck verringert. Die schlimmste Folge davon kann nicht der Abfall des Drucks sein, sondern die Schäden, die dadurch im Inneren des Hauswasserwerker auftreten können. Daher ist es wichtig, dass alle Dichtungen in regelmäßigen Abständen einer Überprüfung unterzogen werden und wenn nötig ein Austausch stattfindet.

3. Ursache: Anstelle von Wasser saugt die Pumpe Luft
Sollte die Pumpe kein Wasser ziehen, sondern Luft, dann hat das ebenfalls unweigerlich zur folge dass sich der Druck verringert. Dieses Problem kann die verschiedensten Ursachen haben und daher gibt es auch verschiedene Arten der Problemlösung.

a) Es kann sein, dass die Pumpenspitze nicht tief genug im Wasser hängt, aufgrund dessen da es über längere Zeit keinen Regen gab. Da sich die meisten Pumpenspitzen verstellen lassen, dann kann dem Problem schnell Abhilfe geschaffen werden, sofern es daran liegt, dass kein Druck aufgebaut wird.

b) Ein undichter Pumpenanschluss. Hier ist dann der Lösungsvorschlag der 2. Ursachen zu nutzen.

c) Sollten die beiden ersten Fälle nicht der Grund dafür sein, dass kein Druck aufgebaut wird, dann kann es sein, dass eine der Muffen undicht ist. Dafür müssen die Muffen der Anlage genau überprüft werden. Dafür muss die Pumpe an den verschiedenen Abzweigungen von der Hauswasseranlage angeschlossen werden bzw. auf dem Weg zwischen Zisterne und Hauswasserwerk. Zwar ist dieser Schritt sehr aufwendig, aber es kann sich durchaus als lohnenswert herausstellen, wenn das zur Problemlösung führt. Um das Problem dann aus der Welt zu schaffen, muss die undichte Muffe einfach nachstellt werden, wobei es durchaus von Vorteil ist, dann auch gleich die Dichtung auszutauschen.

4. Ursache: Das Rückschlagventil
Auch hier muss über zwei verschiedene Möglichkeiten nachgedacht werden. Denn zum einen kann es sein, dass die Verbindung vom oder zum Rückschlagventil undicht ist. Auch hier sollte dann zugleich die entsprechende Dichtung erneuert werden. Zudem kann es auch möglich sein, dass das Ventil selbst einen Defekt aufweist und somit komplett ausgetauscht werden muss. Derjenige, der handwerklich begabt ist, der kann dieses Selbst übernehmen, ansonsten sollte hier der Fachmann ran.

5. Ursache: Defekte Membran oder Druckkörper
Ist das Problem noch immer nicht gelöst und das Hauswasserwerk verfügt noch immer über zu wenig Druck, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Druckkörper der Pumpe, dass sogenannte Membran, welches sich im Druckkörper befindet einen Defekt aufweist. In diesem Fall sollte der Fachmann bestellt werden, der das entsprechende Ersatzteil bestellt und austauscht.